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Category: Buchrezensionen

Rezensionen

Rezension „Im Auge der Leere“ (Stefan Cernohuby | Melanie Vogltanz)

Rezension „Im Auge der Leere“ (Stefan Cernohuby | Melanie Vogltanz)

»Du wolltest bloß überleben«, widersprach Muharib leise. »Du bist kein Monster. Das ist … menschlich.« »Das ist ein und dasselbe.« In ferner Zukunft hat sich die Menschheit über die Galaxis ausgebreitet und Kontakt zu unzähligen Spezies geknüpft. Verschiedene Allianzen, aber auch Welten und Reiche, die für sich bleiben wollen, bestimmen den Kosmos. Ein Machtblock der Menschen ist Oculus, dessen Vorsitzender Auelianus den Verbund zu Beginn über eine beunruhigende Entwicklung informiert: Das Volk der Technokraten hat ein eigenwilliges Glaubenscredo, nachdem die…

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Rezension „Niemandes Schlaf“ (Sven Haupt)

Rezension „Niemandes Schlaf“ (Sven Haupt)

»Ich kann Ihnen verraten, wie man eine neue Welt erschafft. Es bedarf erstaunlich vieler Blumen und einer gebrochenen Frau, die nicht schläft.« (S. 9) Einige Jahrzehnte in der Zukunft: General Baker staunt nicht schlecht, als sein vermisster Schwarm elektrischer Hornissen in einem Kühlhaus eine gigantische Rose aus Frischfleisch modelliert. Während das Militär zusammen mit der KI-Koryphäe Bettina Calvin das seltsame Verhalten der Drohnen zu ergründen versucht, scheinen die Menschen auf der ganzen Welt, besonders in der gigantischen Hauptstadt, von Blumen…

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Rezension „Neongrau“ (Aiki Mira)

Rezension „Neongrau“ (Aiki Mira)

„Was willst du hören? Eure Generation erscheint mir so fremd, dass ich nicht einmal glaube, du und ich sprechen noch die gleiche Sprache. Wir tun nur so. In Wirklichkeit gehört ihr jungen Menschen bereits zu einer anderen Spezies. Daher haben wir uns auch nichts mehr zu sagen.“ Die Rezension, so destilliert es Wikipedia, ist eine Form der Kritik, die ein bestimmtes Werk vorstellt und anhand sach- und fachgemäßer Normen bewertet.  Bei dem Großteil belletristischer Werke fällt mir das leicht. Ich…

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Rezension „Der Tod kommt auf Zahnrädern“ (Hrsg. Janika Rehak, Yvonne Tunnat)

Rezension „Der Tod kommt auf Zahnrädern“ (Hrsg. Janika Rehak, Yvonne Tunnat)

„Der Tod kommt auf Zahnrädern“ ist eine Steampunk-Anthologie aus dem Amrún Verlag, herausgegeben von Janika Rehak und Yvonne Tunnat. Die Sammlung hat kein übergeordnetes Thema, wodurch in den zusammengestellten 15 Geschichten viel Abwechslung geboten und die Vielfalt des dampfenden Phantastikgenre betont wird. Die Baukasten-Sätze einer jeden Anthologie-Rezension – „Nicht jede Story wird den persönlichen Geschmack treffen“, „Für jeden Geschmack ist etwas dabei“ – möchte ich mir gerne sparen, auch wenn sie (nicht überraschend) natürlich zutreffen. Bei der handwerklichen Güte gibt…

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Rezension „NOVA Nr. 31“

Rezension „NOVA Nr. 31“

Das Taschenbuch-Magazin NOVA gehört zu den langlebigsten Publikationen der deutschen Science-Fiction-Szene. In der Anthologie-Flut ist mir NOVA bislang positiv durch das hohe handwerkliche Niveau der Beiträge aufgefallen. Gleichfalls scheint NOVA im SF-Sektor das Magazin mit den größten literarischen Ambitionen zu sein: Die Geschichten sind oft komplex, behandeln schwere Themen und verlangen, sie aufmerksam zu lesen und in eigenen Gedankengängen darüber zu sinnieren. Der Auftakt „Die Retardierten“ von Maike Braun ist gleich einer der stärksten Beiträge. Die Geschichte handelt von Eva,…

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Rezension „Interspace One“ (Andreas Suchanek)

Rezension „Interspace One“ (Andreas Suchanek)

Bücher werden schneller gelesen, als geschrieben. Gehört man zur geneigten Leserschaft von Andreas Suchanek, kann man an dieser Wahrheit gelegentlich zweifeln – und sich fragen, wie es dem Autor gelingt, neben seinen (empfehlenswerten!) Reihen Das Erbe der Macht, Heliosphere und Flüsterwald zusätzlich immer wieder Einzelbände und abgeschlossene Trilogien zu ersinnen. Interspace One startet knackig. Commander Liam Mikaelsons Bewusstseinsengramm erwacht in seinem Klonkörper an Bord seines Erkundungsraumschiffes. Das ist auch schon alles, das wie geplant verlief: Er ist als Einziger erwacht,…

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Rezension „Blumen für Algernon“ (Daniel Keyes)

Rezension „Blumen für Algernon“ (Daniel Keyes)

Das größte Kompliment, das einem Roman gemacht werden kann, ist das erneute Lesen. „Blumen für Algernon“ ist dabei ein spezieller Fall, denn wie so viele SF-Klassiker habe ich dieses Werk als Teenager, irgendwann in der zweiten Hälfte der 1990er, kennengelernt. In den Jahren vor und kurz nach dem Millenium, als ein SuB keine Chance hatte, weil ich (gefühlt) pro Tag ein Buch las – und manche davon mehrfach – hat mich die Geschichte von Charlie Gordon und der Maus Algernon…

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Rezension „Titans Kinder“ (Aiki Mira)

Rezension „Titans Kinder“ (Aiki Mira)

In nicht allzu ferner Zukunft ist die Menschheit zumindest ein wenig in die planetarische Nachbarschaft vorgedrungen. Im Auftrag ihres Konzerns folgt das Trio Rain (Bioinformatikerin), Marlon (Astronaut) und Sunita (Ingenieurin) dem Notruf einer Forschungsstation auf dem Saturnmond Titan. Dort treffen sie auf die Biologin Verve, die quasi im Alleingang Forschungen betreibt. In einem der gigantischen Methanseen entdecken sie Lebensformen, die sich in rasanten Schüben verändern … Aiki Miras Debüt hebt sich in mehreren Punkten auffallend von der gängigen Genre-Literatur ab. …

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Rezension „Gothic Steam“ (Hrsg. Detlef Klewer)

Rezension „Gothic Steam“ (Hrsg. Detlef Klewer)

Dreadpunk. Wer bei diesem Begriff fragend eine Augenbraue hebt oder vor dem geistigen Auge eine Punkband mit verfilzten Haaren abrocken sieht, sei darüber aufgeklärt, dass es sich um eine Crossover-Gattung der phantastischen Literatur handelt. Der Titel der Sammlung – „Gothic Steam“ – verrät der geneigten Leserschaft schon eher, was sie erwartet: Viktorianische Schauergeschichten, die im Setting der dampfbetriebenen Alternativwelt-Science-Fiction a’la Jules Vernes umgesetzt wurden.  Herausgeber Detlef Klewer hat bei der Zusammenstellung ein gutes Händchen bewiesen. Die Sammlung ist als Gesamtkunstwerk…

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Rezension „Die Vollkommenen: Perfektes Design“ (Anna Lena Diel)

Rezension „Die Vollkommenen: Perfektes Design“ (Anna Lena Diel)

„(…) achten Sie mal darauf, wonach die Menschen fragen, wenn Sie zu uns in die Praxis kommen. Mir gegenüber hat jedenfalls noch niemand den Wunsch geäußert, dass sein Kind tiefsinnig, albern, neugierig oder gar genügsam sein soll.“ (S. 230) Deutschland, ca. in einigen Jahrzehnten. Genetic Editing ist so verbreitet wie heutzutage kosmetische Eingriffe – und genauso, wie „Schönheitsoperationen“ nicht für jeden erschwinglich sind, verhält es sich mit genetischen Eingriffen. Der junge Genetik-Ingenieur Veit gehört mit seinen 32 Edits zwar gerade…

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