CERNobyl

CERNobyl

„CERNobyl“ ist eine SF-Anthologie, herausgegeben von Anke Tholl für den Sarturia Verlag. Mein Beitrag zur Sammlung trägt den Titel „Das Zeitportal“.

„Das Zeitportal“: Eine Gruppe von Zeitreise-Touristen auf Urlaubsreise im 20. Jahrhundert will eigentlich nur in ihre Zeit zurückkehren, doch das dafür notwendige Zeitportal hat eine fatale Fehlfunktion. Ein Wartesaal in einem langweiligen Stuttgarter Amt steuert geradewegs auf einen zweiten Urknall zu …

„Das Zeitportal“ ist meine dritte Veröffentlichung, doch es war die erste Geschichte, der eine Publikation zugesprochen wurde. Eine besondere Erwähnung verdient in diesem Zusammenhang Eileen Leistner, die als Lektorin und Korrekturleserin für diese Anthologie tätig wurde. Eileen, die ich sehr viel später persönlich kennenlernen durfte, gehört zu den höflichsten und nettesten Menschen, die mir bislang auf diesem Planeten begegnet sind – das Beste, was einem zweifelnden Autor ohne Ego als Lektorin über den Weg laufen kann. Die Zusage kam nach einer Reihe von Ablehnungen zu einem Zeitpunkt, als ich kurz davor war, die Schreiberei an den Nagel zu hängen, daher möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich für ihr wohlmeinendes, motivierendes Lektorat bedanken.

„Das Zeitportal“ war der Versuch, Chaoshumor-SF im Stile von Douglas Adams zu produzieren. Wenig überraschend, ist das Ergebnis von dem Herrn der 42 meilenweit entfernt und im Rückblick nicht gerade ein besonderes gelungenes Werk. Immerhin verursacht die Geschichte keine körperlichen Schmerzen beim Lesen (was ich erneut Eileen zurechne).

Im Gesamten ist „CERNobyl“ allerdings eine sehr gute Sammlung. Zwar sind für meinen persönlichen Geschmack auch drei Totalausfälle drin, dem gegenüber stehen immerhin sieben erstklassige Kurzgeschichten und ein gutes Mittelfeld. Sie alle erzählen von technischen Fehlschlägen, menschlichem Versagen und fatalen Experimenten. Es war sicher nicht beabsichtigt, aber trotz diesem eher ernsten Thema sind viele der Geschichten sehr humorvoll, wenn auch auf bissige Art, ausgefallen. Mein Highlight stammt von der Herausgeberin daselbst: „Shivas Reise“ – eine spannende Geschichte, in welcher im CERN die Grenze zwischen unserer Welt und einer parallelen Dimension fällt.

Klappentext

Wir versuchen das Universum und seine physikalischen Gesetze mithilfe von Experimenten zu erklären. Doch ist es wirklich nötig, dass die Wissenschaft dabei an ihre Grenzen oder sogar über diese hinaus geht? Was passiert, wenn etwas schief läuft und diese Experimente außer Kontrolle geraten? Öffnen wir dadurch womöglich ungewollt Portale zu fremden Welten, die mit unserem Universum interagieren? Oder erzeugen wir vielleicht eines Tages ein monströses Schwarzes Loch? Welche Folgen kann das für uns haben? Siebzehn spannende Geschichten berichten von misslungenen Experimenten, Parallelwelten und fantastischen Abenteuern.

Die Autoren Tibor Lehberg, Georg Jansen, Christoph Kolb, Dr. Barbara Hagen, Sven Haupt, Anke Tholl, Dr. Elisabeth Gehring, Stefan Junghanns, Enzo Asui, Eileen Leistner, Florian Krenn, Dr. Karsten Beuchert, Elisabeth Schreck, Albertine Gaul, Sima Moussavian und Susanne Weinsanto wünschen viel Lesevergnügen.

Buchdaten

erschienen im Sarturia Verlag
ISBN: 978-3940830715
Preis TB: 14,90 €