Rezension – „TREKminds“

Trekker. Wer jetzt zuerst an Wanderungen denkt oder vermutet, ich wüsste nicht, wie man den Fahrer landwirtschaftlicher Gefährte richtig schreibt, ist definitiv nicht die Lesergruppe dieses Buches. Gemeint sind ‚Star Trek‘ Fans. Und ich meine damit auch Fans. Jene Fans, die aus dem Stehgreif alle Serien und Filme in chronologisch richtiger Reihenfolge aufzählen können und ‚Kobayashi Maru‘ nicht für ein asiatisches Gericht halten.

Dennoch sollten auch alle Nicht-Trekker einen Blick in dieses schmale Büchlein werfen. Keine Dokumentation, kein anderes Buch hat jemals so gut umrissen, was ‚Star Trek‘ so besonders macht und warum es für viele seiner Anhänger – den Verfasser dieser Zeilen eingeschlossen – ‚mehr‘ als nur Unterhaltung ist.

– Klappentext –

Star Trek ist mehr als Action und Abenteuer, mehr als ’nur‘ gute Unterhaltung. Es ist eine Philosophie, ein Vorbild … ein Gefühl.

Das neue Buch „TREKminds – Nur der Himmel ist die Grenze“ nimmt Sie mit auf eine Reise hinter die Kulissen und Schauplätze. Hin zu den Ideen, aus denen ein die Generationen überdauerndes Franchise entstand. Ideen des gemeinsamen Miteinanders und der Verständigung, des menschlichen Geistes. Ideen, die weltweit von Millionen Trekminds gelebt – und geliebt – werden, im Großen wie im Kleinen.

Star Trek lebt heute vielleicht mehr denn je – und mit ihm seine Ideen. Begleiten Sie die Autoren Mike Hillenbrand (u. a. „Dies sind die Abenteuer – 40 Jahre Star Trek“, Heel) und Christian Humberg (u. a. Deutschland-Korrespondent von startrek.com) auf eine amüsante, inspirierte und lebensbejahende Reise bis jenseits der letzten Grenze.

– Meine Meinung –

Manche Bücher schaffe ich mir an, weil mich das Buch neugierig macht – bei anderen geben die Verfasser den Ausschlag. Mike Hillenbrand und Christian Humberg sind mir durch ihre zahllosen Artikel in dem offiziellen Star Trek Magazin (r.i.p.) der SpaceView (r.i.p.) und dem Geek! (Gott sei Dank am Leben) bereits positiv aufgefallen. Hillenbrand ist Herausgeber des Online-Magazins „Corona“ und Inhaber des „Verlag in Farbe und Bunt“; Humberg hat einige ziemlich gute Romane verfasst, darunter auch als Vorreiter deutscher Autoren im ‚Star Trek‘ Universum.

Die beiden haben also nicht nur Ahnung von der Materie ‚Star Trek‘ – sie leben es auch. Und das liest man in jedem einzelnen, kurzen Kapitel heraus. Hillenbrand und Humberg sind ‚Trekminds‘ und stehen damit stellvertretend für Millionen weitere auf der Welt. Dank ihrer journalistischen Berufe werden auch Blicke hinter die Kulissen geworfen, einige Macher und Insider kommen zu Wort und so mancher ‚Trekmind‘ darf auch seine/ihre Meinung äußern. 

Fans, die über Star Trek philosophieren. Es hätte trocken und besserwisserisch ausfallen können – dem Schreibtalent von Humberg und Hillenbrand ist es geschuldet, dass das Büchlein stattdessen sehr unterhaltsam geworden ist.

Ich würde „TREKminds“ nicht als Sachbuch bezeichnen. Eher als eine Sammlung von Artikeln, wie man sie in Magazinen – oder auch auf einem Blog – erwarten würde. Ein verbindendes Thema in jedem ist die Philosophie. Das Buch schildert die persönliche Reise zweier Trekker in Deutschland und gibt ihre Meinung wider, was ‚Star Trek‘ zu etwas Besonderem macht.

– Fazit –

„TREKminds“ ist kein ausführliches Sachbuch oder ein Buch, „das man unbedingt braucht“. Auch nicht als Trekker. Aber es ist definitiv eines der schönsten, das je über dieses Franchise verfasst wurde. Eine bedingungslose Empfehlung – an Trekker und all jene, die verstehen wollen, warum „Star Trek“ mehr als nur Unterhaltung ist.

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