Starbase Charity Event – Convention Bericht

Ich liebe Conventions. Vermutlich liegt das daran, dass ich ausschließlich im Mikrokosmos dieser Veranstaltungen das Gefühl habe, unter ’normalen‘ Menschen zu sein, die meine glühende Begeisterung für diverse SciFi-Franchises nachvollziehen können. Das Starbase Charity Event ist eine Besonderheit in meiner persönlichen Convention-History, denn erstmals war ich nicht nur Besucher, sondern auch Aussteller. Viel Spaß mit meinem kleinen Rückblick.

– Vorgeschichte –

Von dem ‚Starbase Charity Event‘ habe ich über die sehr empfehlenswerte FB-Gruppe Star Trek Fans Deutschland erfahren, deren Administrator Reinhard Prahl gleichzeitig auch Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Starbase e. V. ist. Die Einnahmen der Veranstaltung kommen, ebenso wie das weitere Wirken des Vereins, dem DKMS zugute. Und noch ehe ich mir Gedanken darüber machte, wo zum Teufel eigentlich Osnabrück ist, kam mir die wahnwitzige Idee, diese tolle Veranstaltung nicht nur zu besuchen, sondern dort auch gleichzeitig den MysticVerlag zu vertreten.

– Location / Organisation –

Ja, mittlerweile weiß ich, wo Osnabrück liegt :D. Das Haus der Jugend ist ein wunderschöner Altbau, der geradezu malerisch inmitten der Altstadt von Osnabrück liegt. Für die 350 – 400 Besucher der Convention war es die perfekte Location. Die Panels und Vorträge fanden auf zwei Stockwerke verteilt in zwei Sälen statt. Zwischen den beiden Programmorten waren die Aussteller platziert, darunter der beeindruckende Merchandising-Stand von Robert Vogel, der Space Command FC, die Kollegen vom Hybrid Verlag – und eben der MysticVerlag und ich.

– Stargäste –

Bedenkt man die Größe der Veranstaltung sowie deren Spenden-Hintergrund, war das Angebot an Stargästen beeindruckend. Mit Mark Allen Shepherd, Clem So, Tina Simmons, Derek Lyons und Nick Josephs waren Schauspieler anwesend, die in Filmen und Serien wie „Star Trek“, „Star Wars“, „Doctor Who“ und „Guardians of the Galaxy“ mitgewirkt haben, und den Fans Erlebnisse und Anekdoten vom Set berichten konnten. Daneben gab es mit Robert Vogel, Mike Hillenbrand, Björn Sülter, Andreas Brandhorst uvm. Szeneexperten, Autoren und Vortragende.

Für all diejenigen, die sich im Convention-Zirkus nicht so gut auskennen: Es ist keineswegs selbstverständlich, dass Stargäste nur gegen Kost und Logis bei einer Veranstaltung vorbeischauen bzw. sich mit den Erlösen aus etwaigen Verkäufen zufrieden geben. In der Regel gibt es festgelegte Gagen, die vom drei- bis hin den sechsstelligen Bereich variieren können – das ist abhängig vom Status der Gäste, den diese (oder genauer gesagt, deren Agenten) für eine Convention durchaus einzuschätzen wissen. Gerade aus diesem Grund gebührt allen Gästen ein großes Dankeschön für ihr Erscheinen.

– Panels und Vorträge –

Der Nachteil, Aussteller bei einer Convention zu sein, ist es, viele Programmpunkte leider auslassen zu müssen, auch wenn ich – dank mitgereister, besserer Hälfte – immer mal wieder das Gelände unsicher machen konnte. Das einzige Panel, das ich fast komplett genoss, war von Mark Allen Shepherd. Der Darsteller des Morn (Star Trek: Deep Space Nine) erwies sich als unglaublich netter Mensch. Eine bärige Gemütlichkeit ausstrahlend, stellte er in seinem Panel überraschend gute Deutschkenntnisse unter Beweis. Das Highlight war aber eine Gesangseinlage. Den alten Gassenhauer „Moonriver“ trug er abgewandelt als „Slug livers“ (Schneckenleber) vor, welche nach Shepherds Aussage, Morns Lieblingsspeise darstellt.

– Walking Acts und Fans –

Mögen Stargäste, Vortragende und Aussteller auch noch so gut und zahlreich sein – das, was eine Convention lebendig macht, sind und bleiben die Fans. Es macht einfach Spaß, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, von denen einige ein beeindruckendes Cosplay zur Schau stellten.

Mein persönlichen Highlights:

– die Cosplayerin Daya Dragon, die als langfingriger Jawa Klaufix ein paar zuätzliche Spenden aus den Taschen der Besucher zog – wie genial ist denn diese Idee? 😀

– einige Menschen persönlich kennengelernt zu haben, mit denen man sonst nur online das Vergnügen hat, bspw. Michael G. SpitzerSylvia Kaml , Mike Hillenbrand und Reinhard Prahl. Vielen Dank für die netten Gespräche :).

– Fazit –

Für mich war die Convention eine schöne Erfahrung, und so wie es von der Seiten der Starbase kommuniziert wird, auch ein voller Erfolg. Es würde mich freuen, wenn diese sympathische Veranstaltung in eine zweite Runde geht und sich langfristig im deutschen Convention-Zirkus etablieren kann.

– Mehr Infos –

www.starbase-charity-event.de

– Ein paar Eindrücke –

Verlagsvertreter im Dienst 🙂
Der Klingolaus nimmt es mit den Jahreszeiten nicht so genau …
Mark Allen Shepherd on Stage
Ein Autogramm musste natürlich sein …
… und als ob ich irgendwo, wo es Bücher gibt, nicht welche adoptieren würde 😉

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